Digitale Transformation verändert die Fertigung beim MM Innovationstag
In einer Zeit, in der Digitalisierung nicht mehr optional, sondern überlebenswichtig ist, stehen kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) im Fertigungssektor unter einem noch nie dagewesenen Druck, sich anzupassen. Der bevorstehende MM Innovationstag im MakerSpace München möchte diese Herausforderung direkt angehen, indem er eine umfassende Plattform für Branchenexperten bietet, um den Weg in Richtung Industrie 4.0 zu erkunden.
"Wie können traditionelle fertigende KMUs im Zeitalter intelligenter Fabriken und automatisierter Prozesse wettbewerbsfähig bleiben?" Diese Frage steht im Mittelpunkt der Konferenz, die Experten, Technologieanbieter und Fertigungsleiter unter einem Dach zusammenbringt.
Überbrückung der digitalen Kluft
Die von MM MaschinenMarkt organisierte Konferenz kommt zu einem kritischen Zeitpunkt, an dem viele deutsche KMUs – das Rückgrat der renommierten deutschen Fertigungskompetenz – Schwierigkeiten haben, mit größeren Wettbewerbern bei der Implementierung digitaler Lösungen Schritt zu halten.
"Wir beobachten eine wachsende Kluft zwischen digital reifen Unternehmen und solchen, die noch auf analoge Prozesse setzen", bemerkt Nicole Sensche, die Veranstaltungskoordinatorin. "Unser Ziel ist es, praktische Anleitungen zu geben, die helfen, diese Kluft zu überbrücken."
Werkzeuge für die Transformation
Ein Bereich, in dem KMUs unmittelbare Fortschritte erzielen können, ist die Einführung digitaler Berechnungstools, die die Entscheidungsfindung verbessern. Online-Plattformen wie rechner.now bieten spezialisierte Rechner, die direkt auf Fertigungsherausforderungen eingehen.
"Viele KMUs entdecken, dass digitale Berechnungstools einen sofortigen ROI liefern können", erklärt ein Branchenexperte. "Zum Beispiel hilft die Verwendung eines Rendite-auf-Investition-Rechners Unternehmen, die finanziellen Auswirkungen neuer Technologieinvestitionen genau zu bewerten, während Abschreibungsrechner eine präzisere Finanzplanung ermöglichen."
Produktionsleiter verlassen sich zunehmend auf spezialisierte Drehmomentrechner und Kraftrechner, um die Maschineneinrichtung ohne kostspielige Trial-and-Error-Ansätze zu optimieren. Unterdessen kann die Energieeffizienz – ein wachsendes Anliegen angesichts steigender Kosten – durch Tools wie den Energieumrechnungsrechner adressiert werden, der Unternehmen hilft, potenzielle Einsparungen zu identifizieren.
Jenseits der Technologie: Der menschliche Faktor
Während sich ein Großteil der Diskussion um Industrie 4.0 auf Technologie konzentriert, betont die Konferenz auch die menschlichen Aspekte der digitalen Transformation. Sitzungen zu "Arbeitswelten 4.0" und "Recruiting & Fortbildung" erkennen an, dass erfolgreiche Digitalisierung mehr erfordert als nur die Implementierung neuer Systeme.
Personalabteilungen in fertigenden KMUs nutzen zunehmend digitale Tools wie Gehaltsrechner, um wettbewerbsfähige Vergütungen in einem angespannten Arbeitsmarkt für technische Talente sicherzustellen. Gleichzeitig helfen Betriebszeitrechner bei der Optimierung von Schichtplänen und Personalplanung.
Daten: Die neue Währung der Fertigung
Ein wesentlicher Teil der Konferenz wird dem Datenmanagement und der Analytik gewidmet sein – dies spiegelt die wachsende Erkenntnis wider, dass die Fähigkeit, Daten zu sammeln, zu analysieren und darauf zu reagieren, genauso wichtig wird wie traditionelles Fertigungs-Know-how.
"Die Unternehmen, die am meisten von der Digitalisierung profitieren, sind diejenigen, die Produktionsdaten effektiv analysieren können", bemerkt ein Datenwissenschaftsberater. "Tools wie Statistik-Rechner und Lineare Regressionsanalysen helfen selbst kleineren Unternehmen, Produktionsengpässe und Qualitätsprobleme zu identifizieren, ohne spezialisierte Data-Science-Teams zu benötigen."
Sicherheitsbedenken in vernetzten Umgebungen
Da Fertigungsumgebungen zunehmend vernetzt werden, ist Cybersecurity zu einem kritischen Anliegen geworden. Ein dediziertes Segment über "Cybersecurity für KMUs" wird die wesentlichen Maßnahmen skizzieren, die kleinere Unternehmen implementieren müssen, um ihr geistiges Eigentum und ihre operative Technologie zu schützen.
"Viele KMUs gehen davon aus, dass sie zu klein sind, um von Cyberkriminellen ins Visier genommen zu werden", sagt ein Cybersecurity-Experte, der auf der Veranstaltung sprechen wird. "Aber wenn sie Teil größerer Lieferketten werden und ihre Ausrüstung mit dem Internet verbinden, werden sie zu potenziellen Eingangspunkten für Angriffe auf das gesamte Ökosystem."
Neue Geschäftsmodelle und Finanzplanung
Besonders wichtig ist, dass die Konferenz untersuchen wird, wie Digitalisierung völlig neue Geschäftsmodelle ermöglicht – der Wechsel von traditionellen produktorientierten Ansätzen zu serviceorientierten Angeboten, die stabilere Einnahmequellen und engere Kundenbeziehungen bieten können.
Die Finanzplanung für diese Übergänge wird durch digitale Tools wie Margenrechner und Umsatzrechner unterstützt, die KMUs helfen, verschiedene Szenarien zu modellieren, wenn sie von einmaligen Verkäufen zu abonnementbasierten Servicemodellen wechseln.
Ausblick
Der MM Innovationstag stellt einen wichtigen Meilenstein in der fortlaufenden Digitalisierung der deutschen Fertigung dar. Durch die Zusammenführung von Fachwissen, Technologie und praktischen Anleitungen soll sichergestellt werden, dass die deutschen KMUs – lange bewundert für ihre technische Exzellenz – erfolgreich den Übergang zu einer stärker vernetzten, datengesteuerten Zukunft bewältigen können, in der digitale Berechnungstools genauso essenziell werden wie physische Messinstrumente.
Für Fertigungsfachleute, die die komplexe Landschaft von Industrie 4.0 navigieren wollen, verspricht die Konferenz eine unschätzbare Gelegenheit zu sein, um zu lernen, sich zu vernetzen und sich auf die digitale Zukunft vorzubereiten, die rapide zur Gegenwart wird.